17. Juli 2015

Iaido

Die Kunst des Schwertziehens.

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Im ASC wird der Stil Musojikiden Eishin-Ryu gelehrt. Durch die hohe Graduierung der Trainer ist eine Ausbildung auf höchstem Niveau gewährleistet und somit sind schnelle Fortschritte möglich.


Was ist Iaido?

Iaido – die Kunst das Schwert zu ziehen – ist eine traditionelle japanische Kunst. Jahrhundertelang spielte das Schwert eine wichtige Rolle in der Kriegsführung der japanischen Fürsten. In dem Maße wie das Schwert seine Bedeutung als Kriegswaffe verlor, entwickelte sich das Erlernen und Einüben der Schwerttechniken zu einer Kunst. Diese Techniken haben sich seit über hundert Jahren kaum mehr verändert, da sie keine praktische Anwendung finden und somit auch keine Notwendigkeit der Weiterentwicklung besteht. Iaido ist also in zweifacher Hinsicht eine traditionelle Kunst.

Schwerttechniken bestehen im Wesentlichen aus dem schnellen Ziehen des Schwerts, verschiedenen Verteidigungs- und Schnitt-Techniken, dem Abschlagen, um das Schwert von Verunreinigungen zu säubern und dem Zurückführen des Schwerts in die Schwerthülle. Alle diese Techniken sind im Ablauf und in der Ausführung bis ins Detail festgelegt. Zusammengesetzt ergibt sich aus diesen Techniken eine Kata, die mit dem Ziehen des Schwertes beginnt und mit dem Zurückführen des Schwertes in die Schwerthülle endet. Zwischen dem Ziehen und Einstecken des Schwerts können ein oder mehrere Schnitte gegen einen oder auch mehrere Gegner ausgeführt werden. Hinzu kommen Abwehrtechniken gegen Angriffe eines Gegners. Katas können sowohl aus der stehenden als auch aus der sitzenden (knienden) Position ausgeführt werden. Natürlich enthalten die Katas zu Anfang wenige und auch einfache Techniken, doch ist die Anforderung an den Lernenden in Hinsicht auf körperliche Koordination, Geschwindigkeit, Genauigkeit und Rhythmus der Ausführung, Spannung und Entspannung und nicht zuletzt hinsichtlich der Konzentration genauso groß wie im Fortschreiten hin zu den schwierigen Techniken.

Der Einstieg wird für den Anfänger durch den Gebrauch eines leichteren Bokken (hölzernes Schwert) erleichtert, doch handelt es sich auch bei einem Bokken um eine gefährliche Waffe, die verantwortungsbewussten Umgang erfordert. Das hölzerne Schwert wird auch benutzt, um in Partnerübungen Gefühl für Abstand und Kraftwirkung zu gewinnen.

Das Training mit dem Schwert, d.h. das Einüben der Katas geschieht in der Regel ohne Partner. Angriffe und Verteidigung erfolgen gegen einen imaginären Gegner. Iaido ist keine praktische Selbstverteidigung. Der tatsächliche Gegner ist kein Anderer sondern der Übende selbst. Nicht akrobatische oder sportliche Höchstleistungen sind gefordert, sondern Geduld, Ausdauer und der Kampf um kleine Verbesserungen prägen das Training. Alter und Geschlecht spielen keine Rolle und bergen in keiner Weise einen Vorteil.

Das Schwert spiegelt die Seele des Menschen wider. Mangelnde Konzentration, Anspannung, Übermotivation genauso wie Ausgeglichenheit und Ruhe lassen sich in der Schwertführung erkennen. Umgekehrt führt das Schwerttraining zu mehr Konzentration, Ruhe oder Ausdauer.

Der Umgang mit dem Schwert – also das Erlernen der Techniken und die ständige Wiederholung – erfordert jahrelange Übung. Mit der Zeit gewinnt dann aber auch das geistige Training eine immer größere Bedeutung. In beiden Bereichen lassen sich durch das beständige Üben Erfolge erleben; doch der Weg bis zur Perfektion ist sehr lang, er dauert ein Leben lang.


Trainingszeiten

Bitte entnehmt die aktuellen Trainingszeiten unserem Trainingsplan.

Neben dem Unterricht gibt es auch zu bestimmten Zeiten freies Training
In dieser Zeit kann man intensiv an seinen Katas üben und die nötige Routine erwerben. Die Fragen, die sich dadurch zwangsläufig stellen, können dann im regulären Training mit einem Trainer geklärt werden.


Lehrgänge

Es finden über das Jahr verteilt viele Iaido-Lehrgänge in Deutschland statt. Mindestens zwei davon werden von uns ausgerichtet. So kann man die Vorteile der Lehrgänge nutzen, ohne Übernachtungsprobleme oder eine lange Anfahrt in Kauf nehmen zu müssen.